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Die
Übung der Kontemplation
Der
Meditationsplatz
Richte Dir zuhause einen
festen Meditationsplatz
ein. Vielleicht stellst Du eine Kerze dort hin und zündest ein
Räucherstäbchen an, jedoch sollte der Platz nicht
"überborden"! Ein Wecker achtet auf die Zeit, so dass Du nicht
auf die Uhr schauen musst.
Die
Zeiten
Gut
ist es, sich jeden Tag
zur gleichen Zeit
niederzulassen, um zu meditieren. Ggfs. stehst Du morgens etwas eher
auf oder reservierst Dir für den Abend Zeit für die
Übung. Anfangs reichen durchaus 5 Minuten am Tag!
Später,
wenn Du geübt bist, können es dann gerne 2 x 25
Minuten
täglich sein. Mit den Jahren kann eine Sitzperiode auch auf 40
Minuten ausgedehnt werden, wenn keine körperlichen Beschwerden
dabei auftreten!
Die
innere Haltung
In der KONTEMPLATION
sitzt
Du ruhig und offen für
alles, was geschieht. Hier musst Du nichts leisten. Alles ist
Geschenk, Gnade. Du kannst loslassen. Loslassen heisst: zulassen, was
immer da auch ist! Die Gedanken kommen und gehen, Du diskutierst nicht mit ihnen, sondern hälst sie der Stille hin. Liebevoll
läßt Du Dich ein, lächelst
Dir innerlich zu.
Sei ganz im Atmen oder im Klang Deines Wort - so beginnt Deine Reise nach Innen...
Die
Körperhaltung
Je mehr man sich die Zeit
dazu nimmt, umso mehr
gewöhnt sich auch die Muskulatur an eine gute Haltung. Sollten
anfangs Schmerzen auftreten, empfiehlt es sich, den Sitz etwas zu
ändern. Es ist gut, wenn man sich eventuell 2-3 Sitzarten
angewöhnt, sodass man dabei auch wechseln kann, was gut tut,
gerade wenn man mehrere Male hintereinander sitzt.
Das Wichtigste beim Sitzen oder Knien ist der
sauber aufgerichtete Oberkörper. Nur eine aufrecht sitzende
Körperhaltung, die längere Zeit regungslos bleiben
kann, führt zur inneren Ruhe und hält auch
gleichzeitig wach. Bei gekrümmtem Sitzen verkrampfen sich die
Muskeln. Das aufrechte Sitzen erlaubt einen mühelosen Sitz, da
Wirbel um Wirbel in der richtigen Stellung sind. Dabei kann auch
über längere Zeitabstände bequem und
regungslos durchgehalten werden.
Die linke Hand liegt in der geöffneten
rechten und die Daumen
berühren sich zart. Die Zunge liegt gelöst im Mund.
Die Augen
sind etwas geöffnet und der Blick ruht - etwa im Winkel
von 45 Grad - auf einem Punkt am Boden, ohne ihn zu fixieren. Der Atem
geht
ganz von selbst und soll so gehen, wie er gehen will - ist der Atem
kurz, so ist er kurz; ist er lang, so ist er lang.
Es gibt verschiedene Arten des Sitzens und des
Kniens. Der aufgerichtete Oberkörper ist dabei genauso zu
beachten wie ein guter Bodenkontakt. Wer auf einem Stuhl sitzt, sollte
die Oberschenkel waagrecht halten, wobei die Beine hüftbreit
voneinander entfernt sind, und beide Fußsohlen direkt auf dem
Boden aufstehen. Ob auf dem Kissen, auf den Wolldecken oder auf dem
Meditationshocker, wichtig dabei ist der Kontakt mit dem Boden sowie
der gleichzeitig korrekt aufgerichtete Oberkörper.
Nebst diesen Grundhaltungen der Meditation, ist
es wichtig zu wissen,
dass man in jeder Körperhaltung üben kann und darf.
Gerade im
Alter ist die Übung auf dem Stuhl die beste Art zu
sitzen!
Die Reise nach
Innen
Ich sitze hier
vor Dir, Herr, aufrecht und
entspannt,
mit geradem
Rückgrat.
Ich lasse mein
Gewicht senkrecht durch meinen
Körper
hinuntersinken
auf den Boden, der mich
trägt.
Ich bin ganz da,
widerstehe dem
Drang,
an jedem
anderen Ort zu sein als an diesem hier.
Ich lasse los.
Ich sinke und
versinke in Dir.
Du
überflutest mein Wesen.
Du nimmst von
mir Besitz.
Ich lasse
meinen Atem
zu diesem Gebet
der Hingabe werden.
Mein Atem, mein
Ein- und Ausatmen,
ist Ausdruck
meines ganzen Wesens.
Ich tue es
für Dich -
mit Dir - in
Dir.
Wir atmen
miteinander...
(nach Dag
Hammarskjöld)
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